Geothermie – Die Wärme sinnvoll nutzen
Geothermie – Die Wärme sinnvoll nutzen
Mrz 13
Geothermie wird auch als Erdwärme bezeichnet. Es ist die Wärme im zugänglichen Teil der Erde. Diese Wärme ist unerschöpflich. Genutzt wird die Geothermie zur Erzeugung elektrischen Stromes und in der Kraft-Wärme-Schöpfung. Geothermie ist eine Quelle erneuerbarer Energien. Hierfür benutzt man sogenannte Wärmepumpen. Mit solch einer Wärmepumpe wird die Energie aus der Erde gesammelt und für Heizungszwecke oder Warmwasserbereitung angewendet.
Nutzung der Geothermie
Bei der Nutzung von Geothermie (Erdwärme) unterscheidet man zwei Arten. Es gibt die oberflächennahe Geothermie und die tiefe Geothermie. Bei der oberflächennahen Geothermie wird die Wärme von bis zu 400 m unter der Erde genutzt. Hier gibt es verschiedene Verfahren. Diese wären die Speicherung der Solarenergie im Untergrund. Diese gespeicherte Energie wird für Heizzwecke genutzt. Des Weiteren werden Wärmepumpen mit Erdwärmesonden oder auch Erdkollektoren errichtet. Diese dienen zur Heizung und Kühlung. Auch werden zu Heizzwecken hydrothermale Anlagen genutzt. Ab 100 Grad Celsius kann man die Geothermie auch zur Erzeugung von Strom benutzen und der entstehende Dampf wird zur Elektroenergie genutzt und Turbinen werden teilweise damit betrieben.
Bei der Tiefen Geothermie wird die Wärme, die unterhalb von 400 m liegt, genutzt. Die Verfahrensweisen bei der tiefen Geothermie sind u. a. Erdwärmsonden, hydrothermale Systeme und das sogenannte Hot-Dry-Rock-System.
Geothermie in Deutschland
Auch in Deutschland wird die Wärme, die sich in der Erde befindet zu Heizzwecken und Warmwasserbereitung genutzt. Im Jahre 2008 gab es bereits 30 hydrothermale Anlagen. Jahrelang stand die Geothermie in Deutschland anderen Energiequellen hinten an. Durch das Gesetz der erneuerbaren Energien (EEG) wurde eine Verbesserung in der Vergütung der Nutzung von Geothermie geschaffen.
Bayern liegt mit der Geothermie weit vorne. In diesem Bundesland wird diese Art der Energiegewinnung stark vertreten. Durch die Geothermie könnte Bayern mit Wärme und Strom flächendeckend versorgt werden. In Unterhaching steht das modernste Erdwärmekraftwerk Europas.
Kraftwerke der Geothermie
Bei einem geothermischen Kraftwerk wird Erdwärme freigesetzt, die zur Wärme oder auch Stromerzeugung dienen kann. Diese Erdwärme, die an der Erdkruste freigesetzt wird, wird durch eine Wärmeleitung oder durch Wasser an die Oberfläche transportiert. Die Nutzung ist am einfachsten, wenn bereits heißes Wasser an die Erdoberfläche tritt. Dann kann diese Energie zur Nutzung von Heizwärme oder auch ab einer gewissen Temperatur zur Stromversorgung eingesetzt werden. Heißes Wasser tritt aber nur dort nach oben, wo die Erdkruste sehr dünn ist. Solch eine Quelle hat eine sehr hohe Lebensdauer. Die Stromerzeugung durch Erdwärme kann nicht so gut vollzogen werden, da die Temperatur meist zu gering ist. Bei Kraftwerken der Geothermie handelt es sich um thermische Kraftwerke.
Kosten der Geothermie
Wer sich eine Geothermie Anlage anschaffen möchte, sollte beachten, dass diese im Vergleich zur Gasanlage etwas teurer ist. Dafür hat eine solche Geothermie Anlage aber eine Lebensdauer von ca. 100 Jahren. Wirtschaftlich gesehen lohnt sich eine solche Anlage nur, wenn das Gebäude vollkommen isoliert wird. Ist dies nicht der Fall, kommen noch weitere Kosten auf einen zu oder die Geothermie Anlage lohnt sich nicht, da zu viel Energie verloren geht. Des Weiteren ist zu beachten, dass eine Wärmepumpe benötigt wird. Diese Wärmepumpe muss ans Stromnetz angeschlossen werden. Einige Stromanbieter haben mittlerweile spezielle Tarife für Wärmepumpen. Dennoch fallen am Ende die Energiekosten geringer aus.
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